Die Fakultät für Ingenieurwesen sollte eigentlich mein Katapult zu Ruhm und Wohlstand sein. Mein Vater hatte gewollt, dass ich Ingenieur werde. Meine Mutter dachte, dass das ein ordentlicher Beruf sei, obwohl beide vereinzelt Zeitungsartikel geschrieben und verkauft haben. Ich blieb zwei Jahre beim Ingenieurwesen und seither habe ich keine Hochschule mehr von innen gesehen.

      Mein Beruf, von dem ich von Anfang an wusste, dass ich ihn ausüben würde, ist der des Schriftstellers. Gegenwärtig schreibe ich für Groschenhefte – was keine so beschämende oder erniedrigende Sache ist, wie viele Leute andeuten. Ich gebe zum Zwecke der Unterhaltung das Beste, was in mir ist, und entdecke, dass viele, viele große Schriftsteller ihre Lehrzeit zuerst mit Mord-und-Totschlag-Literatur zubrachten. Es bedeutet etwas, ein großes Tier zu sein – selbst im Groschenheft-Urwald -, hervorragend Geld zu verdienen, in der Lage zu sein, den eigenen Stundenplan zu bestimmen und wann immer die Szenerie eintönig wird, die Lage zu wechseln, nach eigenem Belieben eine Transportkiste in Nicaragua oder einen Mahagoni-Schreibtisch in New York benutzen zu können. Ich bin durch und durch zufrieden, dass ich gerade angefangen habe, und ich bin eingebildet genug zu sagen, dass ich ebenso für die besten Groschenhefte (Adventure, Detective Fiction Weekly), wie auch für die schlechtesten schreibe.

      Als ich jenen Aufsatz für Sie schrieb (ich wünschte, ich hätte ihn jetzt hier), bezog ich mich nicht auf die Rhetorik, sondern auf den Rest der Universität. Außer Ihnen hatte kein anderer irgendetwas anderes zu sagen als trockenes Lehrbuchzeug. Für mich war das keine Ausbildung. Ich wollte den Kontakt mit der Kultur oder so, oder ich wollte vielleicht eine Chance, zu denken. Sie waren der Einzige, der einen Burschen denken ließ. In Ihre Klassen zu treten oder nach einer Unterrichtsstunde mit Ihnen zu Ihrem Büro zurückzugehen, war, als würde man aus einer hydraulischen Presse in einen Frühlingstag hinaustreten. Sie wollten, dass man Dinge selbst herausfand, und Sie respektierten Ihre Studenten. Sie waren ein Lichtblick in einer Welt, in der die Sicht ansonsten in jede Richtung gleich Null ist.

      Das ist keine Schmeichelei, sondern etwas, das ich Ihnen, ehrlich gesagt, schon seit geraumer Zeit mitteilen wollte. Als ich vor zirka einem Jahr nach Ihnen fragte, wurde ich mit einem Anblick konfrontiert, den ich mein Lebtag nicht vergessen werde. Als man mir die Stapel Bücher auf Professor So-und-Sos Schreibtisch zeigte, fühlte ich mich, als hätte man mir etwas Grausiges gezeigt. Es waren schöne, dicke Bücher, die den Arm jedes Studenten hätten brechen können. Es waren blaue Bücher und braune Bücher und sie enthielten allesamt Tausende steifer Seiten, ähnlich gestärkter Hemdkragen – ungeheuer respektabel und vollkommen nutzlos. Man sagte mir, dass das die Bücher seien, die jetzt verwendet würden. Das waren die Bücher, die die Stelle jenes würdevollen kleinen Rhetorik-Handbuches eingenommen hatten – was mich irgendwie an einen sehr gelehrten kleinen Mann mit einem Sinn für Eigentümlichkeiten, Ernsthaftigkeit und grenzenlose Freundlichkeit erinnerte. Ich bemerkte, sie benutzten Bücher, nicht ein Buch.

Dekan William Allen Wilbur Fortsetzung...



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